Wie kann ich mein Kind bei den Hausaufgaben unterstützen?

Letztes Update: vor 3 Monaten
Avatar von Tina7616

Tina7616

24.06.2023 18:21 Uhr

Mein Kind hat Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben und ich möchte ihm gerne helfen. Wie kann ich als Elternteil am besten unterstützen, ohne zu viel Einfluss zu nehmen?

User Monika9191

Monika9191

26.06.2023 10:37 Uhr

Macht die Hausaufgaben einfach zusammen und wenn dein Kind nicht weiterkommt, hilfst du. Ich würde aber versuchen, nicht direkt Lösungen vorzugeben, sondern den Weg nochmal erklären, damit das Kknd selbst zur Lösung kommt. 🤷🏻‍♀️

User Zwergkauz

Zwergkauz

14.03.2024 13:29 Uhr

Hallo Tina7616,


zuerst einmal lohnt es sich, zu klären, wo das genaue Problem liegt: Ist dein Kind nicht ausreichend motiviert? Kann es sich nicht gut konzentrieren, weil die Zeit / die Lernumgebung nicht stimmen? Ist ihm vielleicht nicht bewusst, was es machen soll, weil es zum Beispiel die Aufgabenstellung nicht versteht? Oder hakt es auf einem Zwischenstück, weil der Bearbeitungsweg nicht klar ist?


Um herauszufinden, was da Sache ist, solltest du einfach einmal mit deinem Kind sprechen, um festzustellen, wie ihr bereits im Vorfeld gemeinsam für ein gutes Hausaufgaben-Klima sorgen könnt. Und dann geht es natürlich an die Details (s. die letzten beiden Fragen). Wichtig: Wenn du nicht zu viel Einfluss nehmen willst, lass‘ dein Kind berichten, was es denkt, was es machen soll. Und wie es das machen soll. Dabei sind Geduld und Ausreden-Lassen gefragt. Ich kenne es aus eigener Erfahrung, dass nichts demotivierender ist, als ein*e Erwachsene*r, die/der das sowieso kann und mir nicht zuhört, wobei es doch um meine Sache und meinen Erkenntnisgewinn geht.


Stellst du fest, dass es auf dem richtigen Weg ist, lob‘ es dafür und lass‘ es machen. Wenn nicht, rege dazu an, den Ansatz noch einmal zu überdenken. Aber nicht auf diese „Was machst du denn?!“-Weise. Bringe lieber potenzielle andere Optionen über Schlagworte ins Spiel. Denn dein Kind soll ja schließlich selbst auf die Idee kommen. Und das wird es auch, wenn es lernt, dass es in Ruhe selbst weiterdenken darf.


Es gilt also, das Ganze spielerisch und als ‚ernsthaftes‘ Gespräch mit einem aufrichtigen Interesse aneinander und an der Aufgabe zu gestalten. Gib deinem Kind niemals das Gefühl, dass seine Hausaufgabe ein Ärgernis für dich (oder für es selbst) ist beziehungsweise werden soll.


Zeig‘ ihm lieber, dass es sich lohnt, die Aufgabe zu knacken – und warum sich das auch positiv auf andere Dinge in seinem Alltag auswirken kann. Stichwort Bruchrechnen und das Aufteilen von Pizzen. :D Oder schaut eine spannende Dokumentation, geht in ein interaktives Museum, lernt bei einem Ausflug / Urlaub anderssprachige Menschen sprechen oder probiert etwas bei sportlichen Aktivitäten aus.


Denn man verliert letztlich nur, wenn man widerwillig „nur für die Schule“ pauken muss. Also probier‘ es lieber mit dem Wecken von Interesse und dem freundlichen, aufmerksamen Begleiten deines Kinds. Teamwork wins! :)

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